The Myth of Homo Rudolfensis

Musik
Yair Klartag

Libretto und Bühnenbild
Yael Sherill

Kostüme
Aileen Klein

Sängerinnen
Margit Fodor
Kurumi Yanaghi
Céline Wasmer

Gorilla
Fritz Faust

Oktober 2014
Teatro Piccolo Arsenale
Venedig

 

Presse

AVVENIRE
GLISSANDO
NZZ
PRIMORSKI

Der Mensch wird geboren, kämpft, rennt, stirbt: und was passiert dann? Dann wird der nächste geboren und kämpft, rennt, stirbt: und dann?

Im Mai 2013 wurde unser Team ausgewählt an der ersten Ausgabe des Biennale Musica College unter der künstlerischen Leitung von Ivan Fedele teilzunehmen. Über ein Jahr lang besuchten wir regelmäßig Workshops in Venedig mit namhaften Künstlern aus der zeitgenössischen Musiktheaterwelt. Ziel war die Aufführung einer Kurzoper, deren Konzept wir im Team entwickelt hatten. Dazu kam es im Oktober 2014 im Teatro Piccolo Arsenale in Venedig.

Wenn wir auf die Evolutionsgeschichte zurückblicken: wem geben wir das letzte Wort?

Durch die Lupe betrachtet mag beinahe der Evolutionsprozess des Menschen über die Jahrtausende hinweg frappierend repetitiv anmuten. The Myth of Homo Rudolfensis ist eine Reflexion über die (mitunter absurd anmutende) Evolution des Menschen.

Unser Ziel war es eine komisch- absurde Kurzoper zu schaffen. Yair Klartag hat einen großen Moment der Operngeschichte zitiert, der als besonders bezeichnend für seine große Dramatik gilt und ihn in einen völlig neuen Kontext gesetzt. Dazu kamen choreographische Elementen, die auch das Orchester betrafen und die teilweise zum strukturellen Träger des Stückes wurden. Seine Musik lässt den Zuschauer nicht in eine in sich geschlossene Zauberwelt des Illusionstheaters eintauchen: Was auch in der textlichen Anlage von Yael Sherill die primäre Überlegung war. Es handelt sich viel mehr um eine Reflexion, die nicht zuletzt den Musik-Theaterkonsum heute in Frage stellt.

In der Inszenierung ging es mir darum, die komischen und absurden Aspekte der Musik und des Librettos zu unterstreichen. Uns interessierte der Umgang mit der ganzen Raum – über das Bühnenbild hinaus denkend. Die Personenführung betreffend strebte ich keine psychologische Anlage der Figuren an, die aus der inneren Motivation heraus agieren. Die Figuren sollten viel mehr Sklaven der Umstände werden, in welche sie hineingeworfen wurden.

 

IMPRESSUM franziska_guggenbichler@hotmail.com